Projekte des RC Düsseldorf-Schlossturm

Rotary ist die weltweit älteste Serviceorganisation. Sie wurde 1905 als ein Netzwerk von sozial engagierten Führungskräften gegründet, die sich abwechselnd (rotierend) in ihren Büros trafen.
Das Motto lautet: „Service above self – selbstlos dienen“. Dienstbereitschaft und Fairness im täglichen Leben, Verantwortungsbewusstsein für Hilfsbedürftige vor Ort und in der ganzen Welt, die Pflege der Völkerverständigung  und der Wille zum  Frieden zählen zu den rotarischen Zielen.

Entsprechend dieser Zielsetzung engagiert sich jeder Rotary-Club in lokalen, nationalen und internationalen Hilfsprojekten. Hier finden Sie eine kurze Übersicht der Projekte, um die sich der RC Düsseldorf-Schlossturm kümmert:

 

Gewaltprävention "Schutzengel"

Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen, zählt zu den wichtigsten Aufgaben unserer Gesellschaft. Seit 2004 unterstützt der RC Schlossturm das Projekt Schutzengel. Eine Schauspielgruppe besucht Schulen und zeigt den teilweise sprachbehinderten Kindern in entsprechenden Theaterstücken, wie sie Übergriffe erkennen, sich zur Wehr setzen und Hilfe holen können.  Es hat sich erwiesen, dass diese spielerische Umsetzung den Kindern eine große Hilfe auf dem Weg der Abgrenzung und Verteidigung gegen körperliche Angriffe ist.

Nachwuchs-Theaterpreis "Maskerade"

2005 hat der Club zusammen mit dem RC Düsseldorf – Süd einen Preis für das beste Schülertheater der Region ausgelobt: Anlässlich des alle zwei Jahre stattfindenden Theater - Wettbewerbes „Maskerade“ bildet sich eine rotarische Jury, die die Vorstellungen verfolgt. Bei der anschließenden Bewertung zählen inhaltliche Aspekte wie humanitäres Gedankengut, Toleranz und Freundschaft ebenso wie schauspielerische Leistung und szenische Umsetzung. Den drei Gewinnergruppen winkt nicht nur ein Preisgeld von jeweils 1000 Euro, sondern auch die Möglichkeit eines ganz besonderen Spielortes: So wurde im Düsseldorfer Schauspielhaus 2005 das Siegerstück „Nibelungen“ des Goethe - Gymnasiums aufgeführt, 2007 wurden im Forum Freies Theater die Produktionen „traum.haft“ der Käthe Kollwitz – Gesamtschule Grevenbroich sowie „Schwer beschäftigt“ der Viktoriaschule Essen gezeigt.

Obdachlosenhilfe "fifty fifty"

Dank dem engagierten Franziskanerbruder Matthäus Werner und Hubert Ostendorfer ermöglichen die Galerie fifty fifty und die gleichnamige Zeitung obdachlosen Menschen, in Würde und mit einem Mindestmaß an Versorgung zu leben.
In der Galerie zeigen hochkarätige Künstler wie Heinz Mack, Jörg Immendorff, Thomas Struth, Otto Piene, Günther Uecker oder Peter Doig ihre Werke. Der Verkaufserlös der eigens entworfenen Editionen kommt der Obdachlosenhilfe zugute. Der RC Schlossturm lädt seit 2002 regelmäßig zu Vernissagen in Anwesenheit der Künstler ein und ermutigt Freundinnen und Freunde, die besonderen Kunstwerke zu erwerben. Allein bei der Veranstaltung 2006 wurden für 10.000 Euro Werke gekauft.

Klinik in Südafrika und Müttergesundheit in Nigeria

Der Schwerpunkt des internationalen Engagements liegt in Afrika. Für das von unseren Mitgliedern  Dr. Reinhard Schydlo und Maria Fischer mit hohem persönlichen Einsatz verfolgte Projekt zur Unterstützung einer Klinik im südafrikanischen Knysna wurde ein Matching Grant bewilligt. Dank der großzügigen Hilfe der Tuttlinger Herstellerfirma Storz und dessen Inhaberin  wurde es möglich, zwei für gynäkologische Untersuchungen dringend benötigte Laparoskope sowie die erforderlichen, kostspieligen Zusatzgeräte anzuschaffen. Auch ein Teil der Klinikausstattung wurde erneuert. Einige unserer Clubmitglieder reisen regelmäßig dorthin, um sich vor Ort ein  Bild zu machen. Unser Partnerclub ist der RC Knysna, insgesamt entspricht das Spendenvolumen fast 50.000 Euro.

Des weiteren fördern wir das Projekt „Müttergesundheit in Nigeria“, ein Engagement der rotarischen Organisation RFPD (Rotarian Fellowship for Population & Development).
In Nigeria leiden zahlreiche Frauen an der Schwangerschafts- und Entbindungs-Begleiterscheinung Fistula. Sie verlieren nicht nur häufig ihre Babies, sondern leiden große Schmerzen und werden aus Familie und Gemeinschaft verstoßen; sie sterben allein im Elend.
Die Krankheit lässt sich eigentlich gut behandeln, nur tut Aufklärung, Schulung und Behandlung Not. Dieses mit einer Million Euro veranschlagte  rotarische Großprojekt läuft seit 2005.