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11.07.2019 07:54 Alter: 5 days
Von: Dirk Möwius

RC Dorsten organisiert Benefizkonzert

Hilfe für syrische Flüchtlingsfamilien in den Lagern im Libanon


Der RC Dorsten hilft  Kinder und Jugendlichen.
Im Herbst 2018 berichtet Marlene Abbara, Vorsitzende der ehrenamtlich und humanitär arbeitenden Jasmin-Hilfe, die sich seit ihrer Gründung im Herbst 2013 für das Überleben der Flüchtlinge in Syrien und im Libanon einsetzt, den Dorstener Rotariern in einem beeindruckenden und berührenden Vortrag von den harten Lebensbedingungen vor Ort.

Aus Latten und Werbeplanen müssen sich die Flüchtlinge ihre Unterkünfte selber bauen und dem Bauer, auf dessen Feld sie „wohnen“, Miete zahlen. Auch Strom, Wasser und Lebenshaltung müssen bestritten werden. Da kommt jede Hilfe recht.

Der Schwerpunkt der Jasmin-Vereinsarbeit liegt in der Betreuung von derzeit neun Flüchtlingscamps in der Bekaa-Ebene mit mehr als 3000 Personen – mehrheitlich Kinder. Präsident Dr. Martin Reinhardt: „Wir haben uns nach dem Vortrag sofort dazu entschlossen, 100 Kleidungscoupons zu finanzieren, damit sich die Kinder in den Camps eine Winterjacke und feste Schuhe besorgen konnten. Als zweiten Schritt haben wir das Benefiz-Konzert organisiert.“

Hauptakteur war das Damaskus-String-Quintet (DSQ). Die fünf Profi-Musiker des syrischen Nationalorchesters spielten syrische, arabische, orientalische, aber auch zeitgenössische Musik.
Inge Holtkamp, Gemeindienstbeauftragte RC Dorsten: „Sie sind ein überzeugendes Beispiel für das friedliche Syrien, dem Land der Kultur und Musik. In der Pause wurden syrisches Fingerfood, hergestellt von syrischen Flüchtlingsfrauen, und syrisches Gebäck angeboten.“

Der Erlös des Abends von 4000 Euro geht über den Verein „Jasmin-Hilfe“ direkt in die Flüchtlingslager im Libanon. Das Geld soll für das Projekt „Mobiles interaktives Lernen“ verwendet werden.
Drei Lehrerinnen besuchen mit einem Bus die Flüchtlingscamps und unterrichten die Kinder. „Es ist kaum auszuhalten, sich vorzustellen, dass man mit seinen Kindern mehrere Jahre in einem Flüchtlingscamp leben muss und diese dort keinerlei schulische Bildung erfahren“, meint Inge Holtkamp und fragt sich, was aus diesen jungen Menschen werden soll.